Ein Spessartdorf im Wandel der Zeiten

Das vorliegende Buch ist keine Chronik im üblichen Sinn.

Schon der Titel: "Ein Spessartdorf im Wandel der Zeiten!" soll ausdrücken, dass der Wandel im Laufe der Zeitgeschichte für die meisten Spessartdörfern ähnlich gewesen sein mag. Ausschließlich Daten und Jahreszahlen vermögen wenig über die Empfindungen der Menschen in den geschichtlichen Epochen auszudrücken.

Dagegen sind Schilderungen über die Lebensumstände der Menschen in der Vergangenheit aufschlussreicher und für die späteren Generationen leichter verständlich und - wenn auch eingeschränkt - doch in einem gewissen Umfang nachvollziehbar. Der Ortsname Flörsbach soll nicht ausschließen, dass sich alle Bewohner des Spessarts mit den Schilderungen in dem Buch identifizieren können.

Die geografische Lage wie auch die Zeitgeschichtlichen Umstände bedingten gleiche oder ähnliche Empfindungen der Menschen in unserem Lebensraum. Unterschiede im Dialekt, wie später auch der Religion, waren und sind es auch noch heute, die eine Zuordnung zu verschiedenen geografischen Räumen möglich machen. Sie bereichern das Bild von diesem unserem fest durch Flüsse begrenzten Mittelgebirgsraum. Wer bei der Nennung des Namens "Spessart" nur an die Spessarträuber in dem Märchenfilm "Das Wirtshaus im Spessart" oder die Spessarter Wilddiebe denkt, dem ist die Lektüre dieses Buches nur zu empfehlen.

Die Geschichte dieses unseres Lebensraumes kann nicht losgelöst von der deutschen, europäischen, ja der Weltgeschichte betrachtet werden. Immer waren und sind die Menschen Kinder ihrer Zeit, welche von den Geschehnissen vor, während und nach Kriegen und Katastrophen geprägt wurden und noch werden. Wenn ich das sage, dann leider aus der Erkenntnis, dass wir die geschichtlichen Epochen der Menschheit nach solchen Ereignissen einteilen.

Wenn das Buch etwas dazu beitragen kann, ein wenig lokales Geschichtsbewusstsein zu assoziieren, dann ist es nicht vergebens geschrieben worden. Es ist mir nicht leichtgefallen vieles aus der eigenen Familie wiederzugeben. Doch noch schwieriger scheint es das Erlebte "Anderer" nachzuempfinden. Wenn sich die eine oder andere Schilderung im Buch wiederholen sollte, so bitte ich das zu entschuldigen.

Besonders ist dies im Anhang der Fall. Aber das sind meist Geschichten, welche bereits veröffentlicht wurden, die aber eine Ergänzung zu dem ersten Teil des Buches darstellen. Wenn die Beschreibung der Gegenwart etwas zu kurz kommen sollte, dann kann sich der Leser seine eigenen Gedanken darüber machen.


Das Tal